Personas

Die »Personas« helfen, durch eine Konkretisierung der Nutzerprofile, ein besseres Verständnis für den Nutzer zu erhalten und bestimmte Szenarien zu generieren.

Design sollte Nutzer-zentriert sein. Deshalb ist es wichtig, seine Nutzer zu verstehen und die Anforderungen der Nutzer zu erfüllen. »Personas« können hier helfen und konkrete Hinweise geben. Dabei werden ebenfalls konkrete Nutzer für das Design- und Entwicklungsteam greifbar und nachvollziehbar. Aufgrund dieser »Personas« können Entscheidungen getroffen werden und eine Priorisierung von Funktionen oder Ähnlichem kann stattfinden.

Am Anfang von »Personas« stehen die Eigenschaften von Nutzern, die aufgrund von Datenerhebungen aus Umfragen oder Auswertungen von Nutzerdaten ermittelt wurden. Es wird versucht, die Benutzergruppen im Detail zu analysieren. Dafür bedient man sich an beispielhaften Benutzern aus der Datenerhebung. Aus ihnen werden dann die »Personas« extrahiert. Dies sind, je nach Projekt, drei bis fünf hypothetische (aber naheliegende) Personen, welche aufgrund der Daten charakterisiert werden. Diese fiktiven Personen können mit fiktiven Daten ausgestattet sein: Name, Aussehen, Beruf, Bildung, Interessen, Fähigkeiten, Erfahrung, Familienstand, allgemeine Eigenschaften, tägliche Aufgaben, Ziele, etc. Wichtig dabei ist, dass die »Personas« nach der Datenerhebung generiert werden und möglichst den, durch die Erhebung ermittelten, Charakteren nahe sind. »Personas« werden meist nur auf einer Seite beschrieben und ähneln einem Steckbrief.

Einsatzmöglichkeiten

Sie sind wichtig für das Nutzer-zentrierte Design und können hilfreich bei der Entwicklung, Diskussion und Präsentation von Designprojekten bzw. -produkten sein. Sie sollten im Prozess vor der Synthese stehen, bzw. in der frühen Synthese der Evaluierung angestrebter Ziele dienen. Durch das konkrete Darstellen einer Person, kann diese Methode auch dazu benutzt werden, bestimmte Entscheidungen vor dem Kunden zu rechtfertigen und einleuchtend zu erklären.

Fehlerquellen

Wenn die »Personas« falsch entwickelt wurden, kann es zu gravierenden Fehlentscheidungen im Designprozess kommen. Auch die fehlerhafte Datenerhebung kann zwar zu richtig erstellten »Personas« führen, allerdings können diese, aufgrund der falschen Datenerhebung, wieder fehlerhaft sein. Weiterhin ist, durch das starke Generalisieren der Benutzergruppe auf drei bis fünf Charaktere, eine heterogene Gruppe kaum zu erfassen und kann so bestimmte Entscheidungen provozieren, die vielleicht gar nicht notwendig gewesen wären. Generell sind »Personas« durch die vereinfachte Darstellung zwar sehr hilfreich, es sollten jedoch keine Entscheidungen nur aufgrund dieser getroffen werden.

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