1.1.12 International Style

Architekturstil

Der internationale Stil kann als eine Entwicklung gesehen werden, die sich aus den Ansichten des Bauhauses entwickelte. Dieser Stil begann Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts und dauerte bis zum Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts. Oftmals wird er als ausschließlich in der Architektur vorkommender Stil beschrieben, jedoch kann er auch auf das Design übertragen werden.
Der Name wurde das erste Mal von Alfred H. Barr Jr. (damaliger Direktor des Museum of Modern Art in New York) für ein Buch mit dem Titel The International Style: Architecture since 1922 benutzt.

Verbindung von Funktion & Technik

Es ging dabei um einen Universalstil, der sich über Landesgrenzen hinweg durchgesetzt hat und sich durch eine geometrische Formensprache bei der Verbindung von Funktion und Technik auszeichnet. Das Resultat war eine moderne, reduzierte Ästhetik, die sich weitestgehend aus der Funktion ergab. Explizit bezieht sich der Begriff auf die Arbeiten des Architekten Le Corbusier und seinen Anhängern in den späten 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Dieser Stil bedient sich einer ästhetischen Klarheit, um eine größere Universalität in Architektur und Design zu erhalten. Merkmale des internationalen Stiles sind: Kraft, Eleganz und Klarheit.

Eine spätere logische Weiterentwicklung durch Kenzo Tange, führte zum Brutalismus, der einer radikalen Geometrie folgte und das (Bau-)Material ungeschönt zeigte. Auch die in die USA emigrierten Bauhäusler versuchten die Moderne immer mehr zu internationalisieren, nicht nur durch ihre Produkte, auch Ausstellungen und Lehraufträge wurden zum publik machen ihrer Auffassung vom guten Design benutzt.

Fazit International Style

Auch wenn der International Style eher aus der Architektur kommt, ist er die konsequente Weiterentwicklung des Bauhauses. Konsequente Weiterentwicklung im Sinne der Abkehr der Kunst und des Kunsthandwerkes hin zur Technik und der Form, die aus den technischen Gegebenheiten konstituiert wird.

Universalität schafft Nachhaltigkeit

Man war sich zum einen der Internationalität in einer immer globaler werdenden Welt bewusst und zum anderen verstand man nun, dass Kunst bei Gestaltung von Gebrauchsgegenständen nur im Weg stand – zum einen bei der Formfindung an sich zum anderen durch die Abwendung vom Kunststil an sich und zur Schaffung einer Universalität, die gleichzeitig eine Nachhaltigkeit schafft, die an die Produktionen der Shaker erinnert – so natürlich nicht das erste Mal aber in der Konsequenz geschichtlich seinesgleichen sucht.