1.1.9 Peter Behrens

Der erste Industriedesigner?

Peter Behrens ist sicherlich kein eigenständiger Stil, jedoch sehr bedeutend für das Design als Disziplin, wird er doch von vielen als Prototyp des professionellen Industriedesigners gesehen (Fiell, P. & Fiell, C.: Design Handbook, Köln 2006, S. 101). Er arbeitete anfangs als Maler und Grafiker wurde aber durch die Arts & Crafts Bewegung mehr und mehr in Richtung Erstellung von kunstgewerblichen Objekten gedrängt – so entwarf er Gläser, Porzellan und Schmuck. Anfangs noch in typischer Jugendstil-Manier mit reichhaltigen Ornamenten und Verzierungen.

Gestaltung der Einfachheit & Funktion

Im Laufe seines Lebens wurden die Ornamente jedoch immer größer bis dann, nach dem Ersten Weltkrieg, in seinen architektonischen Arbeiten keine Verzierungen und Ornamente mehr zu finden und seine Gestaltung von Einfachheit und Funktion geprägt ist. Nach den 1920er Jahren machte er eine weitere Entwicklung durch und so fiel er auf der einen Seite durch komplizierte Grundrisse auf (während seine Fassaden ohne Strukturen auskamen) und auf der anderen Seite sind seine öffentlichen und Verwaltungsgebäude extrem strukturiert. Er wird für viele Richtungen als wegweisend angesehen(Architektur & Wohnen Magazin, URL: http://www.awmagazin.de/artikel/peter-behrens).

Corporate Identity

Peter Behrens prägte auch den Begriff »corporate identity« als er 1907 künstlerischer Berater von AEG (Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft) in Berlin wurde. Hier entwarf er weltweit das erste Corporate Design und das Firmenlogo von AEG. Das Erscheinungsbild zog sich durch Gebäude, Fabrikbauten, Briefköpfe, Visitenkarten, Firmen- und Kundenmagazine sowie die Werbung zur klaren Identifikation des Unternehmens nach außen. Sein Stil dafür war nüchtern, geometrisch-funktional und wurde mit der Zeit zum Maßstab für moderne Gestaltung. Dabei ging es Behrens aber nicht nur um die Form, sondern auch um die Kreation einer Firmenphilosophie. Dafür verfasste er 1907 den Aufsatz »Kunst und Technik«, der auch die Grundlage für die Werbekampagne für AEG bildete (»Perfekt in Form und Technik«)(AEG Website, URL: http://www.aeg.de/Planen/AEG-Heritage/).

Fazit Peter Behrens

Design durch Philosophie – Form & Kontext

Behrens ist insofern für den Designbegriff interessant, indem er nicht nur versuchte vom Kunsthandwerk und den Ornamenten wegzukommen, als dass er auch seinem Design ein Konzept zugrunde legen wollte, bzw. wenn man so will eine Philosophie für den Kunden, anhand seiner Vorgaben und Umstände entwickelte. Seine Entwicklung vom Ornament zur funktionalistischen Gestaltung kann auch für die gesamte Designdisziplin als gutes Beispiel einer Evolution gesehen werden. Er begriff, dass nicht nur die Form die Funktion ausmacht, sondern mit seiner Gestaltung für AEG bewies er auch, dass die Form auch dem Kontext, der Umwelt im abstrakten Sinne, folgen muss und nur so zu einem nachhaltigen, fast zeitlosen Ergebnis führen kann – eben durch Verzicht auf Moden, Stile und Trends und dem Gebrauchen des Kontextes bzw. der Funktion im kleineren konkreten Sinne für die Gestaltungsrichtlinien und Philosophie der Gestaltung – eine Erarbeitung eines holistischen Konzeptes.

1.1.10 De Stijl

Die totale Abstraktion

Im Oktober 1917 wurde die Kunstzeitschrift »De Stijl« von einer Gruppe von holländischen Künstlern, Architekten und Designern das erste Mal herausgegeben und erschien von da an monatlich. Gründungsmitglied und geistiger Führer war der Maler und Kunsthistoriker Theo van Doesburg. Die Zeitung wurde bis zum seinem Tod 1931 herausgegeben und kann als Forum für Kunst- und Designdebatten und als Organ einer großen heterogenen Gruppe Intellektueller gesehen werden, die ein gemeinsames Ziel hatten: Die totale Abstraktion. De Stijl dokumentierte dabei nicht nur die neueste Entwicklung in der holländischen Avantgarde, sondern auch die des russischen Konstruktivismus, des Dadaismus und des italienischen Futurismus.

Erarbeitung einer neuen Formensprache

Kunst und Design sollten durch die universelle Sprache des abstrakten Kubismus gereinigt werden. Durch diese geometrisch-abstrakte asketische Darstellungsform und einen auf Funktionalität beschränkten Purismus sollte eine neue, wahre Ästhetik geschafft werden, die letztendlich zur menschlichen Harmonie und zur Aufklärung führen sollte. Die Gruppe, die von einer großen Fluktuation, was die Mitglieder betrifft, betroffen war, forderte die Abwendung von der traditionellen Kunst und versuchte eine völlig neue und abstrakte Formensprache zu erarbeiten. Dabei berief man sich auf einen theoretischen Unterbau, der sich aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Teilen zusammensetzte und der auch ständig in der Zeitung diskutiert und weiterentwickelt wurde.

Verwandtschaft mit Bauhaus

Ideen- bzw. kunstgeschichtlich befindet sich De Stijl auch in enger Verwandtschaft zum Bauhaus. So nahm van Doesburg 1921 auch Kontakt zum Bauhaus auf und hielt Vorträge. Auch der vom De Stijl-Mitglied Gerrit Rietveld entworfene Sessel Rot / Blau inspirierte Marcel Breuer, den Stahlrohrstuhl B3 Wassily zu entwerfen.

Leichtigkeit & Dynamik durch Minimalismus

Man lehnte die Nachahmung von natürlichen Gegebenheiten ab und verwendete stattdessen nur horizontale und vertikale Linien, rechtwinklige kubische Formen und die Primärfarben Rot, Blau, Gelb sowie die Nichtfarben Schwarz und Weiß. De Stijl beeinflusste die Moderne maßgeblich mit seinem antimaterialistischen Designansatz – so wurde der Raum nur durch geometrische Formen und Farbblöcke definiert. Trennwände unterteilten die Innenräume, die dazu noch sehr minimalistisch möbliert waren. So sollte eine Leichtigkeit und Dynamik erzeugt werden. Alle Mitglieder hatten eine gemeinsame visuelle Sprache von Form und Farben und schafften so auch durch die Übertragung auf das Produktdesign und die traditionelle Trennung von bildender und allgemeiner Kunst aufzuheben. Das große Ziel – die allgemeine Verbreitung der Kunst  – wurde jedoch nicht erreicht.

Fazit De Stijl

Wissenschaft als Katalysator für Design

Auch die De Stijl Bewegung war sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wollte durch ihre eigene Formensprache eine reinigende und aufklärende Wirkung auf die Gesellschaft haben – als Unterbau zog man nun auch die Wissenschaft heran, allerdings zunächst die Geisteswissenschaften, so auch die Theosophie. Bemerkenswert ist hier, dass man versucht durch Wissenschaftlichkeit sein Design zu katalysieren.

Funktionalismus durch Wissenschaft

Eine weitere Besonderheit, aber auch eine Ähnlichkeit zum Funktionalismus des Werkbundes, ist die totale Abstraktion und teilweise asketische Formensprache der Gestaltung, die jedoch aus heutiger Sicht nicht absolut funktionalistisch ist. Jedoch war es eben dieser geisteswissenschaftliche Ansatz, aus dem die Formensprache entwickelt wurde, die subjektiv für die Anhänger der De Stijl-Bewegung als funktionalistisch erschien, weil sie ihre Formensprache aus der Wissenschaft definierten, bzw. sie damit rechtfertigten und so die Möglichkeit sahen, einen moralischen Dienst an den Konsumenten zu leisten.

1.1.11 Das Bauhaus

Zusammenführung der Künste

Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet. Walter Gropius wurde zum Leiter dieser Institution. Noch im selben Jahr wurde das Bauhaus-Manifest veröffentlicht. Dem Bauhaus ging es um eine Kunstschulreform und die Zusammenführung der Künste. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Unterrichts am Bauhaus blieben bis zu seiner Schließung im Jahre 1933 (aufgrund der Nazis) im Groben bestehen, allerdings änderten sich die Akzentuierungen des Stoffes, unter anderem auch durch die Direktorenwechsel und deren unterschiedliche Ansichten und Einflüsse auf das Lehrkonzept des Bauhauses.
Für Gropius war das »Machen« ein wichtiger sozialer, intellektueller und symbolischer Punkt, der auch die Lehre stark prägte.

Handwerk ist wichtig

So mussten die Studierenden mindestens ein Kunsthandwerk erlernen – dafür gab es Werkstätten, die von Handwerksmeistern geführt wurden und die sich selber durch Auftragsarbeiten finanzieren sollten. Johannes Itten (schweizer Maler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagoge) wurde von Walter Gropius an das Bauhaus gerufen und leitete den einjährigen Vorkurs, den die Studenten absolvieren mussten, bevor sie am Bauhaus anfangen konnten. Sein Unterricht beruhte auf »Intuition und Methode« – anders ausgedrückt: subjektiver Erlebnisfähigkeit und objektivem Erkennen.

Intuition & Methode

Itten glaubte, wie auch Gropius, dass die Raumkomposition gewissen Naturgesetzen zugrunde liegt, ähnlich einer Musikkomposition. Da Itten dem Mazdaznan angehörte und dies auch in seinen Unterricht einfließen ließ (man rasierte sich die Haare, ernährte sich vegetarisch, führte Akupunktur und heiße Bäder durch), kam es dann zum Ausschluss Ittens aus der Lehrerschaft des Bauhauses. Dies markiert das Ende der expressionistischen Phase des Bauhauses und Josef Albers und László Moholy-Nagy wurden zu Ittens Nachfolger. Aufgrund der sozialistischen Ausrichtung von Ittens Unterricht wurde die konservative Landesregierung ängstlich und forderte das Bauhaus auf, eine Ausstellung zu organisieren, die den Erhalt des Bauhauses rechtfertigen sollte.

Bauhausausstellung 1923

1923 wurden dann nicht nur Bauhaus–Arbeiten präsentiert, sondern auch Designs von De Stijl, die auch Einfluss auf das Bauhaus hatten. An dieser Ausstellung war auch ein Imagewechsel des Bauhauses zu erkennen – so gab man sich bewusst grafisch modern – Einflüsse des Konstruktivismus waren erkennbar und auch die Kritik, vor allem aus den USA, fiel sehr positiv aus.

Umzug nach Dessau

Leider gewannen bei der Wahl des Landtages 1924 die Rechten die Mehrheit und verkündeten das Ende des Bauhauses in Weimar. So war Walter Gropius 1925 gezwungen, das Bauhaus, was bereits als Brutstätte des Kommunismus und der Subversion galt, umzusiedeln. 1926 zog das Bauhaus in das neue Hauptquartier (eigens von Walter Gropius entworfen) nach Dessau. Mittels finanzieller Unterstützung aus den Vereinigten Staaten (Dawes-Plan) waren nun auch die Gelder gesichert.

Dessau als Wendepunkt

Das Dessauer Bauhausgebäude markiert auch einen Wendepunkt in der Entwicklung vom Kunstgewerbe hin zum industriellen Funktionalismus. Gropius war mittlerweile vom Sozialismus desillusioniert und erkannte die Zukunft in Henry Fords industriellem Kapitalismus. Als Folge wurde eine industrielle Grundlage für das Design geschaffen. Die Prinzipien des Funktionalismus wurden als Grundlage für eine bessere Gesellschaft gesehen und sollten die industrielle Produktion erleichtern.

Bauhaus GmbH

Die Gründung einer Bauhaus GmbH und der Versuch einer industriellen Produktion der Bauhausobjekte scheiterten – Walter Gropius wollte sich zu dieser Zeit auch mehr mit Design beschäftigen – und so übernahm der Kommunist Hannes Meyer 1928 bis 1930 die Führung des Bauhauses, welche sich nun »Hochschule für Gestaltung« nannte.

Wissenschaftlichere Ausrichtung unter Meyer

Meyer versuchte Vorlesungen aus den Bereichen Psychologie, Biologie, Wirtschaft, Soziologie und Marxismus in den Lehrplan aufzunehmen und organisierte die Werkstätten anders, um sich so von der kostspieligen künstlerischen Seite der Vorjahre zu befreien. Die Ausrichtung wurde unter Meyers Einfluss wissenschaftlicher und der konstruktivistische Ansatz verschwand fast komplett. Meyer bewirkte auch eine Politisierung der Studenten und so entstand auch eine marxistische Gruppe im Bauhaus.

Daraufhin wurde Meyer von Mies van der Rohe ersetzt, welcher die Schule umgehend schloss, um sie direkt wieder zu eröffnen, was zur Folge hatte, dass sich alle Studenten wieder erneut bewerben mussten und daraufhin fünf Studenten das Studium am Bauhaus verwehrt wurde.

Van der Rohe machte den Vorkurs nun zu einer freiwilligen Angelegenheit und das Studium der Architektur erhielt ein größeren Stellenwert – weiterhin erhielten die Werkstätten nun die Auflage nur noch industriell produzierbare Objekt herzustellen. Das Bauhaus wurde entpolitisiert. Als die Nazis 1931 die Mehrheit im Stadtrat in Dessau gewannen, wurde das Bauhaus von seiner politischen Vergangenheit eingeholt und musste nach Berlin ziehen, hier fungierte es als private Institution.

Endgültige Schließung durch die Nazis

Als die Nazis jedoch 1933 im gesamten Land die Macht ergriffen, kam es am 19. Juli zur endgültigen Schließung des Bauhauses. Dennoch hat das Bauhaus sehr viel Einfluss auf die Praxis des späteren industriellen Designs und legte das philosophische Fundament für die Moderne. In der Geschichte des Bauhauses ist also auch eine Entwicklung zu erkennen. Während Gropius anfangs Kunst, Kunsthandwerk und die industrielle Fertigung zu verbinden versuchte, entfernte es sich später immer mehr vom Kunsthandwerk zugunsten einer industriellen Massenproduktion.

Hierin sah man die Lösung sozialer Probleme und diese industrielle Massenproduktion hatte natürlich auch zur Folge, dass man sich auf einfache Formen beschränkte. Man wollte eine Einheit ästhetischer Form und Funktion, die sich in Serien produzieren lassen konnte.

Einheit ästhetischer Form und Funktion

Wie bereits beschrieben, war das Bauhaus anfangs sehr politisch, was es auch an seine Studenten weitergab. Zum Ende jedoch, wahrscheinlich auch durch die politischen Umstände bedingt, wich diese Politisierung komplett aus dem Lehrplan. An ihre Stelle trat der Architekturunterricht, eingeführt von van de Rohe.

Fazit Bauhaus

Entwicklung vom Kunsthandwerk zur industriellen Massenproduktion

Auffällig in der Entwicklung des Bauhauses ist, wie bereits schon angedeutet, die Entwicklung von der Ausrichtung auf das Kunsthandwerk hin zur industriellen Massenproduktion. Man erkannt, dass durch die industrielle Massenproduktion erschwingliche, aber dennoch ästhetische bzw. sozial verträgliche Produkte entstehen können, die von einer Masse der Bevölkerung erworben werden können. Und gerade in der Masse war eine moralische und soziale Erziehung durch Ästhetik möglich.

Politische Ausrichtung

Auffällig am Bauhaus war die politische Ausrichtung, die durch die jeweiligen Direktoren oder Lehrenden eher subtil vorgenommen wurden und teilweise nicht fest im Lehrplan verankert waren. Betrachtet man die Fazite zu anderen Epochen, erkennt man, dass Design, bzw. sein Ursprung auch sehr stark von den gesellschaftlichen und damit auch politischen Umständen geprägt wird – warum sollte sich dann der Designer nicht auch mit Politik auseinandersetzen und wenn man sich mit einem Thema wie Politik auseinandersetzt, ist man generell auch leichter politisch zu mobilisieren. Aus einer anderen Perspektive betrachtet, möchte und sollte der Designer mit seiner Arbeit auch die Gesellschaft an sich verbessern – und dieses Anliegen kann sich auch mit einem politischen Engagement auf einer anderen Ebene äußern.

Integration von Wissenschaft

Auch die vermehrte Verwissenschaftlichung des Designstudiums am Bauhaus durch Integration verschiedener Wissenschaftsgebiete, wenn auch die Kunst nicht ganz aus dem Lehrplan gestrichen wurde, ist ein Schritt weiter hin zur eigenständigen, seriösen Disziplin – weg von der Kunst, wenn auch zu Bauhauszeiten noch nicht ganz.

1.1.12 International Style

Architekturstil

Der internationale Stil kann als eine Entwicklung gesehen werden, die sich aus den Ansichten des Bauhauses entwickelte. Dieser Stil begann Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts und dauerte bis zum Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts. Oftmals wird er als ausschließlich in der Architektur vorkommender Stil beschrieben, jedoch kann er auch auf das Design übertragen werden.
Der Name wurde das erste Mal von Alfred H. Barr Jr. (damaliger Direktor des Museum of Modern Art in New York) für ein Buch mit dem Titel The International Style: Architecture since 1922 benutzt.

Verbindung von Funktion & Technik

Es ging dabei um einen Universalstil, der sich über Landesgrenzen hinweg durchgesetzt hat und sich durch eine geometrische Formensprache bei der Verbindung von Funktion und Technik auszeichnet. Das Resultat war eine moderne, reduzierte Ästhetik, die sich weitestgehend aus der Funktion ergab. Explizit bezieht sich der Begriff auf die Arbeiten des Architekten Le Corbusier und seinen Anhängern in den späten 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Dieser Stil bedient sich einer ästhetischen Klarheit, um eine größere Universalität in Architektur und Design zu erhalten. Merkmale des internationalen Stiles sind: Kraft, Eleganz und Klarheit.

Eine spätere logische Weiterentwicklung durch Kenzo Tange, führte zum Brutalismus, der einer radikalen Geometrie folgte und das (Bau-)Material ungeschönt zeigte. Auch die in die USA emigrierten Bauhäusler versuchten die Moderne immer mehr zu internationalisieren, nicht nur durch ihre Produkte, auch Ausstellungen und Lehraufträge wurden zum publik machen ihrer Auffassung vom guten Design benutzt.

Fazit International Style

Auch wenn der International Style eher aus der Architektur kommt, ist er die konsequente Weiterentwicklung des Bauhauses. Konsequente Weiterentwicklung im Sinne der Abkehr der Kunst und des Kunsthandwerkes hin zur Technik und der Form, die aus den technischen Gegebenheiten konstituiert wird.

Universalität schafft Nachhaltigkeit

Man war sich zum einen der Internationalität in einer immer globaler werdenden Welt bewusst und zum anderen verstand man nun, dass Kunst bei Gestaltung von Gebrauchsgegenständen nur im Weg stand – zum einen bei der Formfindung an sich zum anderen durch die Abwendung vom Kunststil an sich und zur Schaffung einer Universalität, die gleichzeitig eine Nachhaltigkeit schafft, die an die Produktionen der Shaker erinnert – so natürlich nicht das erste Mal aber in der Konsequenz geschichtlich seinesgleichen sucht.

1.1.13 Design im dritten Reich

Diktat der Gestaltungskriterien

Da das Design im Dritten Reich von staatlicher Seite kontrolliert und diktiert wurde, spielte es für die Entwicklung des Begriffes und der Disziplin keine Rolle, weil durch das Diktat der Gestaltungskriterien keine Weiterentwicklung (zumindest in Deutschland) möglich war.

Repräsentation durch Monumentalismus

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch die Nazi-Ideologie historische, aber auch moderne Formen miteinander kombiniert wurden. So ist der Monumentalismus im öffentlichen Raum zu erkennen (Repräsentation), während im privaten Bereich rustikales Interieur mit schlichter Sachlichkeit auftraten – verwendetes Material war meist Holz, da Stahl für die Rüstung gebraucht wurde. Die Nazis bevorzugten Einfachheit, Standardisierung, billige Materialien und industrielle Massenproduktion und lehnten das Bauhaus, Funktionalismus und die Avantgarde ab. Künstler und Intellektuelle mussten emigrieren.

Fazit Design im dritten Reich

Teil der Propaganda

Wie bereits erwähnt, ist das Design des Dritten Reiches für die Entwicklung des Designs eher unbedeutend, da die Gestaltungsrichtlinien von staatlicher Seite aus diktiert wurden und damit Teil der Propaganda bzw. der Selbstdarstellung des Staates wurden.

1.1.14 Streamline Design

Pseudo-Wissenschaftlichkeit

Streamline design (Stromliniendesign) entstand aus den aerodynamischen Experimenten zur Erforschung des Luftwiderstands bei Flugzeugen und Automobilen. Aufgrund dieser Herkunft des Stils wird manchmal auch von einem wissenschaftlichen Fundament geredet, welches allerdings überhaupt nicht zutrifft, da dieser Stil auf Gebäude, Gebrauchsgegenstände und eigentlich fast alle Artefakte in dieser Zeit angewandt wurde. In dieser Zeit kam auch der Begriff des Stylings auf, der noch heute verwendet wird. Obwohl Design und Styling zwei grundverschiedene Begriffe sind, werden sie heute noch gern als Synonym verwendet.

Styling als Verkaufsargument

Styling beschäftigt sich nur mit der äußeren Hülle und versucht so einen Mehrwert als Kaufanreiz zu schaffen. So bemerkte Raymond Loewy, einer der Hauptvertreter dieser Stilrichtung treffend:

»Von zwei Produkten mit gleichem Preis, gleicher Funktionalität und Qualität wird sich das Attraktivere besser verkaufen«

Fiell, P. & Fiell, C.: Design Handbook, Köln 2006, S. 173

Styling bezeichnet also eine ästhetische und marktorientierte Produktauffassung, bei der die visuelle Attraktivität für den Konsumenten klar im Vordergrund steht.

Keine Ethik

In den westlichen Industriestaaten wechselt die Vorherrschaft des jeweils Einen über das Andere parallel zu den Wirtschaftskreisläufen. So tritt der Rationalismus (also das Design) in wirtschaftlich rückläufigen Tiefpunkten in den Vordergrund, während das Styling (Anti-Rationalismus) bei wirtschaftlichen Höhepunkten das Design ablöst.
Loewy entwarf unter anderem die Zigarettenpackung von Lucky Strike, die Coca-Cola Flasche und das Logo des Shell-Konzerns. In seinen späteren Jahren arbeitete er als Berater für Coca-Cola, Exxon und Shell. An seinen Kunden lässt sich erkennen, dass Ethik und moralische Verpflichtung für ihn kaum Bedeutung hatten und seinen oberflächlichen Gestaltungsansatz nur unterstreichen.
Das Stromlinienförmige war zur damaligen Zeit auch Metapher für Geschwindigkeit und damit Fortschritt. Es galt als modern, dynamisch, fortschrittlich und der Zukunft zugewandt.

Streamlinedesign in Deutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stromliniendesign auch in Deutschland begeistert aufgenommen. Es stand symbolisch für einen Neuanfang ohne die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit – eine Ausrichtung nach vorn in die Zukunft.

Fazit Streamline Design

Design als Werkzeug der Wirtschaft

Das Streamline design kann für die Entwicklung des Designbegriffs und der Designdisziplin als rückschrittlich betrachtet werden, da das Design hier nur als Verkaufsargument gilt und sich so zum Werkzeug der Industrie macht, jedoch keine soziale oder moralische Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft hat. Man kann hier von einer Herabstufung der Disziplin sprechen, wenn man die Errungenschaften des Bauhauses als Vergleich heranzieht.

Design als Kunst

Sicherlich waren auch hier wieder wirtschaftliche und damit soziale Umstände prägend – so entstand dieser Stil in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs in Amerika, also wieder einer Zeit, die von der Abwendung vom Funktionalismus geprägt ist und sich eher dem Aufhübschen von Gegenständen widmet. Die reine Konzentration auf die Ästhetik als Mehrwert verleiht der Disziplin und dem Begriff des Designs wieder eine Subjektivität, die den Begriff wieder mehr Richtung Kunst rutschen lässt und so scheinbar kein wissenschaftliches Fundament zulässt. Design wird teilweise wieder zum Statussymbol und verschärft so nur den sozialen Konflikt in der Gesellschaft – ebenfalls ein Fakt, der dem seriösen, reflektierten Designer sauer aufstoßen lassen muss.

1.1.15 Skandinavisches Design

minimalistische & funktionale Gestaltung

Skandinavisches Design entstand in den 1950er Jahren in den Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden (teilweise auch in Finnland). Der Gestaltungsansatz des skandinavischen Designs ist formal, minimalistisch und funktional – wobei die Schönheit unter diesen Grundsätzen nicht vernachlässigt wurde, sondern sich eben gerade aus diesen Gestaltungskriterien ergab.

billige Massenproduktion

Ein weiterer zentraler Punkt beim Skandinavischen Design ist die möglichst billige Massenproduktion – die allerdings nur teilweise auf Einsparungen beim Material (oder dem Personal) zurückgeht. Materialien waren natürlich, da in Skandinavien schnell und billig verfügbar. Holz in verschiedenen Verarbeitungen, wie z.B. in gepresster Form, aber auch das aufkommende Plastik wurden teilweise verarbeitet ebenso wie eloxiertes Aluminium. Das zentrale Thema der Moderne (bzw. des Funktionalismus), dass Design möglichst für alle zugänglich gemacht werden sollte, hatte auch im Skandinavischen Design einen hohen Stellenwert. Das Skandinavische Design, so wie es hier beschrieben wird, entstand auch aus einem politischen Hintergrund der Sozialdemokratie der nordischen Länder in den 1950er Jahren.

neuartige Methoden der Massenproduktion

Aber auch neuartige Methoden der Massenproduktion begünstigten das Aufkommen dieser Strömung – auch die skandinavischen Designpreise wurden bewusst zur Schärfung und Motivation der Designs verliehen, so z.B. der Lunning-Preis, der zwischen 1951 und 1970 an herausragende skandinavische Designer vergeben wurde.

Das Skandinavische Design hatte in den fünfziger Jahren großen Einfluss auf das internationale Industriedesign. Die Grundsätze des Skandinavischen Designs haben bis heute überlebt und haben sich im Wesentlichen kaum geändert.

Fazit Skandinavisches Design

Grundsätze haben sich kaum geändert

Wenn man bedenkt, das sich die Grundsätze des skandinavischen Design bis heute kaum geändert haben, bekommt man schon eine Legitimation dieser Prinzipien. Auch wenn Plastik als Material nicht nachhaltig ist (in dieser Zeit war es ein sehr beliebtes Material), kann man grundlegend von einer Weiterentwicklung der Disziplin sprechen, auch wenn sich das Skandinavische Design nur auf die Produktgestaltung bezieht, so waren Materialgerechtigkeit das erste mal Thema und wie bei Thonet ergaben sie die Materialien aus einem Konzept (nämlich der Verfügbarkeit).

1.1.16 HfG Ulm

International bedeutendste Designhochschule

Die Hochschule für Gestaltung in Ulm wurde 1953 von Otl Aicher, seiner Frau Inge, Max Bill und anderen gegründet – der offizielle Lehrbetrieb begann 1955. Sie gilt heute als eine der international bedeutendsten Designhochschulen und wird öfters als Nachfolger des Bauhauses bezeichnet. Diese Behauptung zerstreut Otl Aicher jedoch in seinem Buch »Die Welt als Entwurf« – der Ansatz der HfG Ulm war zwar auch funktionalistisch und teilweise (sozial-) politisch motiviert, jedoch bemühte man sich in Ulm um die Abgrenzung von Design zur Kunst. So schreibt Otl Aicher:

Design & Kunst

»…design ist alles andere als kunst. design und kunst verhalten sich wie wissen und glauben, es mag wissenschaftler geben, die religiös sind, aber wissenschaft ist prinzipiell etwas anderes als religion.
design muß wie wissenschaft und technik begründet werden, es lebt aus dem argument. kunst und metaphysik stehen außerhalb des arguments. hier wird gesetzt, nicht begründet, auch wenn thomas von aquin sagt, glauben und wissen können sich nicht widersprechen, bleibt der glaube trotzdem so subjektiv, daß alles geglaubt werden kann, was keinen widerspruch darstellt, im gründe gibt es so viele religionen wie es individuen gibt.
design bezieht sich auf sachverhalte, es ist der sprache verwandt, auch die sprache ist so viel wert wie ihre fähigkeit, sachverhalte wiederzugeben, ihre leistung besteht darin, auch diejenigen sachverhalte wiedergeben zu können, die sie bislang nicht ausgesprochen hat. ihr gradmesser ist ihre treffsicherheit. versuche, mit der sprache inhaltsfrei zu hantieren wie in der abstrakten kunst, darf man als gescheitert ansehen.
design besteht darin, produkte ihrem sachverhalt entsprechend auszubilden, und das heißt vor allem, sie neuen sachverhalten anzupassen, in einer sich ändernden welt müssen auch produkte sich ändern. aber was ist der maßstab von design, die neuen sachverhalte oder die kunst? heute ist design abgesackt und degeneriert zur
angewandten kunst…«

Aicher, O.: die welt als entwurf, Berlin 1991, S. 19

Design weg von der Kunst

Diese Einstellung ist auch im Lehrplan der HfG Ulm zu erkennen. Man versuchte Design weg von der Kunst, mehr in Richtung Wissenschaft zu rücken und so wurden auch Kurse über Semiotik, Psychologie und Anthropologie angeboten. Nach dem Krieg hoffte man auf eine Humanisierung des Designs, seiner Methodik und dadurch der Gesellschaft allgemein.

Methodischer Designansatz

In Ulm wurde das erste Mal auch bewusst ein methodischer Designansatz vermittelt, was wiederum zu der angestrebten Wissenschaftlichkeit passte. Man versuchte einen systematischen, technikorientierten Zugang zum Design zu finden, um sich von der Beliebigkeit der Kunst zu befreien, die als design-irritierend verstanden wurde. 1968 wurde die HfG Ulm aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln geschlossen.

Fazit HfG Ulm

Einführung einer Methodik

Die HfG Ulm entwickelte die Ideen des Bauhauses weiter, scheute sich jedoch nicht davor, eigene Ansätze einzubringen, bzw. die Idee des Bauhauses zu revolutionieren. So hat die HfG Ulm durch die Einführung einer Methodik in den Gestaltungsprozess ein eigenes wissenschaftliches Fundament für die Disziplin geschaffen. Die Abwendung von der Kunst ist essenziell für die Eigenständigkeit der Designdisziplin und stellt einen großen Entwicklungsschritt dar. Auch der humane Anspruch, den man an die Gestaltung hatte, war zwar beim Bauhaus zu erkennen, wurde aber an der HfG Ulm weiterentwickelt und floss maßgeblich auch in den Gestaltungsprozess und in die Auswahl der Methoden ein.

1.1.17 Dieter Rams

Klare Form, Materialgerechtigkeit und einfache Bedienbarkeit

Dieter Rams, geboren 1932 in Wiesbaden, stand mit seinen Gestaltungsansätzen, der HfG Ulm nahe – seine Entwürfe können durch eine klare Form, Materialgerechtigkeit und einfache Bedienbarkeit beschrieben werden. Seit 1955 war Rams für Braun tätig, zuerst als Architekt und Innenarchitekt, ab 1961 war er Leiter der Formgebung. Rams und Hans Gugelot entwickelten zusammen auch die Corporate Identity des Unternehmens. »Weniger Design ist mehr Design« (Meisel, T.: Design und Medienwandel (Magisterarbeit), Lüneburg 2004, S. 27), lautet sein Gestaltungsgrundsatz und er kann damit als Funktionalist beschrieben werden.

Viele seiner bei Braun entwickelten Produkte stehen heute im Museum of Modern Art in New York. Rams Produkte dienten und dienen auch heute noch als Vorbild für andere Hersteller wie z.B. Siemens, AEG, Telefunken, Krups, Rowenta und Apple. Mitte der 1970er begann Rams sein Design in zehn Thesen zu formulieren und entwickelte diese kontinuierlich weiter.

 10 Thesen von Dieter Rams

Gutes Design ist innovativ.
Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
Gutes Design ist ästhetisch.
Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
Gutes Design ist unaufdringlich.
Gutes Design ist ehrlich.
Gutes Design ist langlebig.
Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
Gutes Design ist umweltfreundlich.
Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

Mit seinen Ansichten (Gute Gestaltung, Einfachheit und zeitlose Modernität) kann er als Prototyp der Guten Form gelten.

Fazit Dieter Rams

»Gelebter« Funktionalismus

Rams setzte industriell um, was damals an der HfG Ulm gelehrt wurde und konnte bzw. kann als Legitimation der HfG Ulm Ausrichtung herhalten. Seine Produkte sind heute noch aktuell und damit zeigt er, dass »gelebter« Funktionalismus funktioniert und auch wirtschaftlich attraktiv sein kann – wie Peter Behrens verfolgte auch er mit seiner Gestaltung ein holistisches Konzept und entfernt sich so vom puren Oberflächenstyling und festigt so auch die Autorität des Designers in der Industrie.

1.1.18 Die Gute Form

Gegenbewegung zum deutschen Streamlinedesign

Wie schon erwähnt, schwappte das amerikanische Streamlinedesign in den 50er Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auch nach Deutschland. Als Synonym dafür gilt der Nierentisch. Als Gegenbewegung dazu kann die Bewegung der Guten Form betrachtet werden, welche sich ebenfalls in den 50er Jahren bildete. Prägend für diesen Begriff war das von Max Bill 1957 veröffentlichte Buch »Die Gute Form«.

Dauerhaftigkeit der Dinge

Dabei geht es um ein Design, welches zeitlos gültig sein sollte. Um dies zu erreichen benutzte man eine funktionelle, sachlich aber dennoch ästhetische Gestaltung. Man wollte sich nicht an der Mode orientieren, um so eine Dauerhaftigkeit der Dinge zu erreichen, die auch einen sozialen Hintergrund hatte. Peter Erni schreibt in einer Dokumentation für den schweizerischen Werkbund Folgendes über die Gute Form:

»Die gute Form ist eine klare, auf mathematischer Basis konstruierte Form, die Ornamente, Firlefanz, ja das Unnütze weit von sich weist. Sie ist handlich und praktisch […], ein klassenloses Massenprodukt.«

Erni, P.: Die Gute Form, Baden 1983, S. 5

Wenn man heute vom gutem Design redet, meint man teilweise Luxusgüter, die sich nur wenige Bevölkerungsschichten leisten können.

Funktion als Maßstab

Bei der Guten Form ist das Gegenteil die Motivation der Gestaltung. Dazu musste man den gerade vorherrschenden Zeitgeist hinter sich lassen und nahm als Maßstab die Funktion des Artefakts – man entwickelte das Produkt aus sich selbst heraus, bzw. aus seiner Anwendung (oder Interaktion mit dem Benutzer) und richtete sich damit auch an jeden Verbraucher.

Für immer gültige Form

In der Diskussion ging man sogar soweit zu sagen, dass einem bestimmten Gebrauch, eine für immer gültige Form zugeordnet werden kann. Wobei diese Aussage auch einige Kontroversen in der Bewegung hervorrief. Dennoch konnten im Kontext der Guten Form einige Designklassiker entworfen werden, die auch heute noch produziert werden, siehe Max Bills Uhren oder das Service »Arzberg 2000« von Heinrich Löffelhardt.

Fazit Die gute Form

Soziale Verantwortung

Mit dieser Bewegung kann man eindeutig erkennen, dass der Designer mit seiner Arbeit eine soziale Verantwortung wahrnehmen und weit weg vom Oberflächenstyling agieren kann. Ob die Wirtschaft mit ihrem ständigen, für das System benötigten Konsumzwang hier mitgehen kann, sollte für den Designer vorerst an zweiter Stelle stehen – schließlich verrichtet er seinen Dienst nicht für den Produzenten, sondern an der Gesellschaft und damit konkret am Kunden.

Ob der naive Ansatz, dass ein guter Dienst am Konsumenten gleichzeitig ein guter Dienst für den Anbieter des Produktes ist, sei an dieser Stelle dahingestellt. Jedoch ist dieser Ansatz in Zeiten der geplanten Obsoleszenz und den immer kürzer werdenden Produktzyklen kaum noch haltbar – dennoch ist dieser sozial-romantische Ansatz bemerkenswert.

Heutzutage ist der Designer jedoch mehr oder weniger Teil des kapitalistischen Systems und kann sich diesem auch nicht ganz entziehen, was zur Folge hat, dass eine Ausrichtung auf ewig gültige Formen eher hinderlich für den Absatz bestimmter Produkte ist.