Fokus-Gruppe

Hier wird ein kleine Gesprächsrunde mit Endnutzer einberufen, die gegenseitig über ihre Erfahrung und Meinungen über ein Produkt diskutieren.

Bei einer Fokusgruppe müssen zuerst Teilnehmer sorgfältig anhand von Zielgruppenkriterien ausgesucht werden. Die Gruppe sollte eine Größe von ca. zehn Teilnehmern nicht überschreiten. Man sitzt gemeinsam an einem Tisch.

Der Moderator klärt anfangs Ablauf, Rahmenbedinungen und gewisse Anforderungen an die Teilnehmner, dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Einleitung des Moderators die Teilnehmer nicht schon in eine Richtung stößt. Der Moderator führt das Gespräch, ist jedoch anfangs eher zurückhaltend und kümmert sich nur darum, dass ein konstruktives Gespräch unter den Probanden über das Produkt oder den zu untersuchenden Kontext entsteht. Er ist weiterhin dafür verantwortlich, dass sich alle Teilnehmer relativ gleichberechtigt fühlen, sodass eine unbedrohliche Gruppendynamik entsteht. In dieser Atmosphäre teilen die Gruppenmitglieder dann gleichrangig ihre Erfahrungen, Meinungen, Geschichten, Wahrnehmung, Bedürfnisse und Wünsche. Erst gegen Ende des Gesprächs wird der Moderator aktiv und kann nun spezifische Fragen zu noch nicht erörterten Aspekten stellen. Er kann weiterhin Kritik an Äußerungen von Teilnehmer üben, damit diese nochmal ihre Aussagen reflektieren und eventuell besser erklären oder andere Gründe für ihre Aussage identifizieren. Der Moderator kann zudem auch noch gezielt über die Hintergründe mancher Aussagen der Teilnehmer nachfragen. Weiterhin interessant sind die Emotionen, die bei den Teilnehmern bezüglich des Produktes im Spiel sind. Auch »workarounds« und »hacks« zum Produkt sind interessant und können Optimierungs- bzw. Verbesserungsmöglichkeiten aufdecken.

Einsatzmöglichkeiten

Der Moderator kann aufgrund des Gesprächs mit den Teilnehmern eine Hypothese aufstellen, die dann durch weitere evaluierende Methoden geprüft werden muss. Diese Methode eignet sich, um grundsätzliche Trends herauszufinden bzw. aufzuspüren. Dabei ist natürlich eine Gruppe nicht ausschlaggebend, sondern kann nur die Nachprüfung des gesagten durch quantitative Methoden nach sich ziehen.

Fehlerquellen

Unbedingt darauf zu achten ist, dass der Moderator professionell sein muss und Erfahrung darin haben sollte, eine Gruppendynamik zu erzeugen. Weiterhin kann diese Methode nur qualitative Daten liefern, die unbedingt durch weitere Methoden überprüft werden müssen. Es ist darauf zu achten, dass sich kein Meinungsführer in der Gruppe herausbildet, sondern dass es wirklich nur um einen Austausch von Informationen geht und nicht darum, den anderen zu überzeugen.

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