Cardsorting

Beim Cardsorting werden Information strukturiert, indem sie von einer vorher festgelegten Gruppe in bestimmte Rubriken sortiert werden.

Das Cardsorting hilft, allgemein gesagt, beim Sortieren von Inhalten. Dabei wird eine Flut von Informationen in Rubriken bzw. Kategorien geordnet und so strukturiert. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Einordnung erfolgen kann. Zum einen kann die Einordnung durch eine Gruppe erfolgen – das kann zum Beispiel eine Zielgruppe sein, für die Informationen strukturiert werden müssen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Dadurch, dass die Zielgruppe selber die Informationen strukturieren kann, treten später keine Missverständnisse auf. Andersherum kann der jeweilige Designer auch für sich selbst die Karten sortieren, um erstmal einen allgemeinen Überblick über das Thema zu erhalten. Hier ähnelt die Vorgehensweise leicht der Erstellung des Affinitätsdiagramms.
Bei der Variante mit der Gruppensortierung wird der Gruppe, welche aus ca. 30-100 Teilhnehmern bestehen sollte, vorgefertigte Karten ausgeteilt. Hier gibt es dann nochmals zwei Arten des Cardsortings – bei der einen Art sind die Rubriken bzw. Kategorien bereits vorher festgelegt, bei der anderen Art werden die Rubriken selber durch die Gruppe festgelegt. Dies kann allerdings zu Verwirrung und zu längerer Bearbeitungszeit durch die Gruppe führen. Die Sortierung sollte durch Gespräche stattfinden.

Diese Methode kann auch dazu verwendet werden, bereits bestehende Strukturierung zu evaluieren, indem die Ergebnisse des Cardsortings mit bereits bestehenden Strukturen verglichen werden.

Einsatzmöglichkeiten

Überall wo Strukturen die Benutzbarkeit bestimmen, kann diese Methode eingesetzt werden. Augenscheinlich scheinen dies Websiten und Menüstrukturen zu sein, jedoch können auch andere Designdisziplinen von dieser Methode profitieren. Im Grunde überall, wo Informationen aufgrund der Übersichtlichkeit strukturiert werden müssen. Der Einsatz für Usability-Tests ist ebenfalls möglich.

Fehlerquellen

Eine ausreichende Gruppengröße ist erforderlich für eine aussagekräftige Kategorisierung. Ebenfalls müssen, bei zielgruppenorientierter Sortierung, die Teilnehmer auch der Zielgruppe entsprechen. Weitere Irritationen können auftauchen, wenn von den Teilnehmern die Inhalte der Karten nicht oder falsch verstanden worden sind.

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